Eine  geheimnisvolle Macht verhinderte meinen Seitensprung

Nach 13 Ehejahren waren die Gefühle für meinen Mann im Alltagstrott erstickt. Ich war bereit ihn zu betrügen und zu verlassen. Aber dann passierten unheimliche Dinge, die jeden Seitensprung verhinderten.

Auf einer Weihnachtsfeier begegnete ich einem Mann, der mein Herz schneller schlagen ließ. Ich spürte seine Blicke.  Nach zwei Stunden kam er endlich an meinen Tisch und sprach mich an; „ Ich möchte Sie gern kennenlernen.“ Ich bekam weiche Knie. Dieser Fremde gefiel mir so sehr, dass ich mich ohne Zögern von ihm umarmen ließ, gab ihm mit klopfenden Herzen meine Telefonnummer. Ich wusste von ihm nur seinen Vornahmen: Franz! Doch ich glaubte, dass er der Mann meiner Träume war. Auch Franz wollte mich unbedingt wiedersehen. Aber ich sollte auf seinen Anruf warten…
Es vergingen einige Wochen. Franz ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Mein Mann merkte mir an, was los war. Oft sah er mich traurig an. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, aber mein Herz sehnte sich nach Franz.
Dann musste mein Mann zur Kur.

Ich war allein.
Eines Abends klingelte das Telefon: Franz war dran! Ich jubelte innerlich und verriet ihm aufgeregt, dass ich noch drei Wochen ohne Mann war. Franz war begeistert, wollte gleich einen Treff vereinbaren. Wir verabredeten uns  für Freitagabend im Park. Eine feste Uhrzeit nannte er nicht. „Ich rufe dich kurz vorher noch mal an und sage Dir, wann ich am Treffpunkt sein werde!“
Ich konnte es kaum erwarten, Franz endlich wiederzusehen. Ungeduldig saß ich am Telefon, wartete auf seinen Anruf. Gegen 19 Uhr läutete es, mein Herz hüpfte- aber es war mein Mann. “Wie geht es dir und den Kindern?“
Ich war enttäuscht und wimmelte ihn barsch ab. „Mach keine Dummheiten!“ sagte er noch leise, bevor er auflegte. Nun wartete ich wieder, dass sich Franz endlich meldete. Nichts geschah. Der Zeiger der Uhr rückte auf neun, das Telefon blieb stumm. Was war los? Panik ergriff mich. Hatte ich den Hörer  etwa nicht richtig aufgelegt? Ich nahm ihn ab, lauschte und erstarrte: Kein Rufzeichen war zu hören! Das Telefon war tot! Ich probierte es noch zwei weitere Stunden – es gab keinen Ton von sich. Franz konnte mich nicht erreichen. Bitter enttäuscht kroch ich schließlich ins Bett.
Erst nach sechs endlos langen Tagen rief er an. „Warum hast du letzten Freitag den Hörer nicht abgenommen? Wolltest du mich nicht sehen?“ Oh, wenn er wüsste, wie sehr ich mich nach ihm sehnte. Ich versuchte ihm zu erklären, dass das Telefon versagt hatte. Franz verzieh mir, „Wir treffen uns heute Abend im Park. Um 21 Uhr. Ich rufe aber vorher noch einmal an.“ Ich war selig.
Eilig brachte ich die Kinder ins Bett und machte mich hübsch. Dabei war ich schrecklich aufgeregt. Endlich war es halb neun. Ich stand an der Wohnungstür, wollte aufschließen, da stockte mir der Atem: Der Schlüssel stak fest, er ließ sich nicht bewegen. Das Schloss, öffnete nicht. So sehr ich auch fummelte es funktionierte nicht. Die Tür blieb verschlossen. Ich konnte nicht zu meinem Franz!
Ich fluchte  und weinte, rannte zum Telefon. Wenigsten das war in Ordnung. Aber Franz rief nicht mehr an.
Acht Tage später meldete er sich wieder. Er war sauer. „Willst du mich zum Narren halten?“ Als ich ihm von meinem Pech erzählte, sagte er zögernd: „Okay, also dann am kommenden Freitag um 19. Uhr.“ Gott war ich froh. Freitag war die letzte Chance, denn am Sonntag würde mein Mann wieder heimkommen.
Am Freitag brachte ich die Kinder zu den Großeltern. Schrieb noch schnell an meinen Mann. Auf dem Weg zum Park wollte ich den Brief einwerfen. Hastig lief ich aus dem Haus, und ich kann es bis heute noch nicht fassen, was dann geschah: Kurz vor dem Briefkasten geschah es dann: Ich knickte mit dem rechten Fuß so böse um, dass ich nicht einen Schritt weitergehen konnte. Ich hielt den Brief in der Hand, und der war auf einmal nass vor Tränen des Schmerzes und der Fassungslosigkeit. Mir wurde schlecht: Wieder würde ich Franz nicht sehen können. Mein Nachbar fand mich, wie ich weinend am Zaun kauerte. Er brachte mich zum Arzt. Mein Mittelfußknochen war gebrochen.
Gegen Mitternacht lag ich dann daheim, mit Schmerzen und Gipsverband, und heulte mir die Augen.
Am nächsten Morgen ging die Wohnungstür. Mein Mann!
Er war eher von der Kur  heimgekommen und pflegte mich liebevoll.
Ist es nicht unglaublich: Eine geheimnisvolle Macht hatte dreimal das Wiedersehen mit Franz verhindert, um meine ehe zu retten. Und es hat mich vor einer Riesendummheit und bösen Enttäuschung bewahrt. Denn später erfuhr ich: Franz war verheiratet und hatte immer ein Eisen im Feuer. Und für diesen Mann hätte ich leichtfertig mein Familienglück aufs Spiel gesetzt- wenn das Schicksal nicht eingegriffen hätte.

Irmgard A.

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